Flüchtlinge in Kampala
07. April 2012 geschrieben von Jana Benz
Etwa die Hälfte der Menschheit lebt in Städten. Genauso besteht ein sehr starker Trend zur Urbanisierung unter den Flüchtlingen. Etwa die Hälfte von ihnen lebt inzwischen in Städten, nicht mehr in Lagern, wovon man bisher ausging. Deshalb ist es nicht einfach Spendengelder für städtische Flüchtlinge zu sammeln („Sollen sie doch in die Lager gehen!“). Viele ziehen die Stadt vor, weil sie dort mehr Möglichkeiten sehen, sich und ihre Familien zu versorgen, weil das Schulsystem besser ist, die medizinische Versorgung besser ist, weil mehr Sicherheit besteht als in einem Lager. Fast die Hälfte der Weltstadtbevölkerung lebt in Slums. Flüchtlinge sind dabei noch verwundbarer als die arme nationale Bevölkerung. Uganda hat eine sehr liberale Flüchtlingspolitik und beherbergt laut UNHCR derzeit etwa 170.000 ...
Von Passion und Auferstehung in der Heiligen Stadt
01. April 2012 geschrieben von Moritz Povel
Es könnte keinen besseren Ort für die Verkündigung der Auferstehung geben als Jerusalem, dem Ort, an dem im Sommer die Sonne das Land gelb verbrennt und im Winter der Regen den Boden ertränkt. Die Botschaft Osterns als eine Zeit des Aufbruchs ist eine besondere, hier im Lande Israels mit seiner Heiligen Stadt.
Neuigkeiten von Niko aus Polen!
23. März 2012 geschrieben von Carolin Auner
In den Straßenbahnen in Łódź hängen Schilder mit der Aufschrift „Proszę się przez okna nie wychylać!" (Bitte lehnen Sie sich nicht aus dem Fenster!) Einerseits ist das ein durchaus sinnvolles Gebot. Die Bahnen fahren nämlich so eng aneinander vorbei, dass dort alles von Außenspiegeln bis zu Köpfen unumgänglich Schaden nähme.
Freud und Leid
03. März 2012 geschrieben von Thomas Rigl
Die Wiedersehensfreude war riesig! Fast musste ich fürchten, von Üan regelrecht erdrückt zu werden, so heftig fiel ihre Umarmung aus, als ich sie Ende Januar in ihrem Haus nahe Samraong besuchte. – Erinnern Sie sich noch? Üan ist die Frau, die wir, d.h. Srey Mom vom Jesuit Service und ich, im vergangenen Oktober ins Provinzkrankenhaus von Siem Reap gebracht haben, nach- dem Sie über ein Jahr zuvor vom Rad gestürzt war und sich dabei die Hüfte ausgerenkt hatte. Inzwischen ist sie nicht nur operiert – zu meinem Erstaunen konnte man ihr ein künstliches Hüftgelenk einsetzen! –, sondern endlich wieder schmerzfrei und in der Lage, sich eigenständig fortzubewegen. Ihr ...
Die Lüge beginnt mit den Worten: Ich habe keine Zeit.
23. Februar 2012 geschrieben von Georg Doehn
Damit ihr euch ein wenig besser in die jetzigen Lebensumstände in Gulu hineinversetzen könnt, werde ich meinen Bericht mit einem Rückblick in die vergangenen Jahrzehnte der ugandischen Geschichte beginnen. Dabei versuche ich besonders, die Situation im Acoliland (im Norden des Landes) zu beleuchten. Bereits bevor Uganda 1893 Teil des britischen Kolonialreiches wurde, bestand es aus mehreren ...2. Rundbrief Uganda